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Olmo
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MOONLIGHT 7/10

Beitrag von Olmo » 06.10.2017, 23:57

USA 2016 - Regie: Barry Jenkins. Darsteller: Trevante Rhodes, André Holland, Janelle Monáe, Ashton Sanders, Jharrel Jerome, Alex Hibbert, Jaden Piner, Naomie Harris, Mahershala Ali

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Der junge Chiron ist viel zu schmächtig und sensibel, um sich in dem von Gewalt und Drogen geprägten Umfeld der schäbigen Vororte von Miami zu behaupten. Der Drogenhändler Juan wird für Chiron zu einer Art Ersatzvater, bei dem er vor der cracksüchtigen Mutter Unterschlupf findet und der sein Selbstbewusstsein stärken will. Doch Jahre später hat sich Chirons Situation noch immer nicht verbessert. Er wird sich seiner Homosexualität bewusst, wird beständig von Mitschülern gequält und landet nach einem Gewaltausbruch schließlich im Gefängnis. Er wird ebenfalls ein einflussreicher Drogenhändler und legt sich ein cooles Pimp-Image zu, das seine Schwächen und seine wahre Gefühlswelt aber nur zeitweise überdecken kann.
Oscarprämiertes Drama, das eine alles andere als gewöhnliche Ghetto-Story erzählt und sich dabei gegen alle konventionellen Klischees dieses Milieus auflehnt. Die mit großartigen Darstellern, außergewöhnlichem Soundtrack und herausragender Kameraführung ausgestattete Inszenierung beschreibt keine Handlung, die an irgendeinem Höhepunkt kulminiert, sondern bietet lediglich lückenhafte Einblicke in eine tragische Biographie mit ungewisser Zukunft.

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THE INFILTRATOR 4/10

Beitrag von Olmo » 07.10.2017, 23:53

Großbritannien 2016 - Regie: Brad Furman. Darsteller: Bryan Cranston, Diane Kruger, John Leguizamo, Benjamin Bratt, Yul Vazquez, Juliet Aubrey, Elena Anaya, Amy Ryan, Olympia Dukakis, Joseph Gilgun, Jason Isaacs, Juan Cely, Rubén Ochoandiano, Carsten Hayes, Tom Vaughan-Lawlor, Saïd Taghmaoui, Art Malik, Simon Andreu, Ashley Bannerman, Daniel Mays, Michael Paré

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Mitte der Achtziger Jahre werden die USA vom Kokain des kolumbianischen Medellín-Kartells regelrecht überschwemmt. Da sie dem Drogenhandel selbst nicht mehr Herr wird, beschließt die Zollbehörde von Florida, stattdessen die komplexen Finanzströme des Kartells zu verfolgen. Robert Mazur (Cranston) nimmt zusammen mit seiner Kollegin Kathy Ertz (Kruger) als verdeckter Ermittler Kontakt zu den Finanzbossen um Pablo Escobar auf und kommt einem groß angelegten Geldwäschesystem an einigen hoch angesehenen amerikanischen Finanzinstituten auf die Spur.
Die an sich spannende Geschichte basiert auf den Erinnerungen des Zollermittlers Robert Mazur. Leider wird das Ganze fürchterlich banal und unerträglich klischeehaft erzählt. Die ganzen Figuren, die Dialoge, die Einstellungen, eigentlich die gesamte Inszenierung scheint aus dem Spucknapf der drittklassigen Mafiafilme herausgeschöpft und zu diesem unansehnlichen Drogenkrimi verwurstet worden zu sein. Ein eher beschämender Auftritt des sympathischen Bryan Cranston also.

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DER GRAF VON MONTE CHRISTO 5/10

Beitrag von Olmo » 12.10.2017, 00:53

Frankreich 1998 - Regie: Josée Dayan. Darsteller: Gérard Depardieu, Ornella Muti, Jean Rochefort, Pierre Arditi, Sergio Rubini, Michel Aumont, Florence Darel, Jean-Marc Thibault, Julie Depardieu, Christopher Thompson, Roland Blanche, Georges Moustaki, Hélène Vincent, Stanislas Merhar, Stéphan Guérin-Tillié, Guillaume Depardieu, Patrick Bouchitey, Constanze Engelbrecht, Micheline Presle, Jean-Claude Brialy

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Kurz vor seiner Hochzeit mit der Spanierin Mercédès (Muti) beschuldigt man den jungen Seemann Edmond Dantès (Depardieu), gemeinsam mit Anderen die Rückkehr Napoleons von seinem Exil auf Elba nach Frankreich zu betreiben. 18 Jahre lang wird er in den Verliesen des Château d'If eingekerkert, wo ihm der alte Abbé Faria (Moustaki) von einem unermesslichen Schatz auf der italienischen Insel Montecristo erzählt. Nach Farias Tod kann Dantès aus der Kerkerhaft entfliehen und gelangt durch besagten Schatz zu gewaltigem Reichtum. Mit Unterstützung seines Dieners Bertuccio (Rubini) schmiedet er an ausgefeilten Plänen, um sich an allen zu rächen, die für sein Schicksal verantwortlich sind. Er bedient sich einer beeindruckenden neuen Existenz als Graf von Monte Christo und weiterer Maskeraden, um in der hohen Pariser Gesellschaft Fuß zu fassen. Dabei trifft er auch die immer noch schöne Mercédès wieder, welche inzwischen den skrupellosen Comte de Morcerf (Rochefort) geheiratet hat.
In äußerst steriler und blutleerer Erzählweise schleppt sich die Handlung des vierteiligen Fersehfilms etappenweise durch Alexandre Dumas' Romanklassiker und übergeht dabei sämtliche Details zu den intriganten Verstrickungen der Charaktere und die wiederkehrenden Fragestellungen zu Gerechtigkeit und Selbstjustiz. Gérard Depardieu jedenfalls verkörpert in absonderlicher Weise einen Hauptprotagonisten, der nach 18 Jahren Gefangenschaft wohlgenährt und gut frisiert ins Meer springt und seine 120kg elegant wie ein Walroß in Zeitlupe aus dem Wasser hievt. Seine anschließende debile Maskerade trägt dann auch nicht unbedingt zu mehr Glaubwürdigkeit bei. Herausragend dagegen Jean Rochefort als wahrhaft bösartiges und menschenverachtendes Individuum. Der vor kurzem verstorbene, großartige französische Charakterdarsteller hätte beinahe einmal unter der Regie von Terry Gilliam den Don Quijote verkörpert und erlernte extra dafür in kürzester Zeit die englische Sprache. Das ohnehin beständig durch NATO-Kampfflieger und sintflutartige Regenfälle torpedierte Projekt wurde aber schließlich eingestellt, weil sich Rochefort einen Bandscheibenvorfall zuzog und unfähig war, ein Pferd zu besteigen.

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HIDDEN FIGURES 7/10

Beitrag von Olmo » 15.10.2017, 23:49

USA 2016 - Regie: Theodore Melfi. Darsteller: Taraji P. Henson, Octavia Spencer, Janelle Monáe, Kevin Costner, Kirsten Dunst, Jim Parsons, Mahershala Ali, Aldis Hodge, Glen Powell, Kimberly Quinn, Olek Krupa

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Die Mathematikerinnen Katherine Goble (Henson), Dorothy Vaughan (Spencer) und Mary Jackson (Monaé) leisten in den Sechziger Jahren angesichts noch fehlender Computer für die NASA wertvolle Rechenarbeit, dennoch sind sie aufgrund der Rassentrennung ständigen Schikanen unterworfen, müssen separate Toiletten oder Kaffeekannen benutzen und dürfen auch keine leitenden Positionen einnehmen. Die demütigenden Erfolge der sowjetischen Raumfahrt lösen die Trennung jedoch allmählich auf, denn um den Gegner auf dem Wettlauf ins All zu übertreffen, wird jeder kluge Kopf unabhängig von seiner Hautfarbe benötigt. Dorothy profiliert sich als Programmiererin des neu angeschafften IBM-Großrechners, Mary erkämpft vor Gericht die Teilnahme an einem Fortbildungskurs, um als Ingenieurin arbeiten zu können, Katherine schließlich wird in die Space Task Group um Al Harrison (Costner) berufen und garantiert mit ihren exakten Berechnungen für den Erfolg der ersten bemannten amerikanischen Raummissionen.
Ein großartiges Portrait dreier vergessener Pionierinnen der amerikanischen Raumfahrt, hervorragend besetzt und mit einem Erzählstil, der ein gesundes Maß an Tragik, Komik und Pathos einhält.

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SPLIT 3/10

Beitrag von Olmo » 21.10.2017, 23:12

USA 2016 - Regie: M. Night Shyamalan. Darsteller: James McAvoy, Anya Taylor-Joy, Betty Buckley, Haley Lu Richardson, Jessica Sula, Sebastian Arcelius, Brad William Henke, Neal Huff

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Die Teenager-Gören Claire (Richardson), Marcia (Sula) und Casey (Taylor-Joy) werden am hellichten Tag entführt und in einem Kellerraum eingekerkert. Kevin (McAvoy), der Entführer, leidet an einer multiplen Persönlichkeitsstörung und offenbart sich den Mädchen mal als Schänder mit perversen Neigungen, mal als unschuldiges Kind und mal als fürsorgliche Mutterfigur. Kevin hält regelmäßig Therapiesitzungen bei Dr. Fletcher (Buckley) ab. Ihr erzählt er vom bevorstehenden Eintreffen der ''Bestie'', einer weiteren Inkarnation seines Inneren, welche alle bisherigen Persönlichkeiten überstrahlen werde und der die Mädchen als heiliges Opfer dargebracht werden müssen.
Wieder einer dieser merkwürdigen Versuchsaufbauten M. Night Shyamalans (The Village, The Happening), in denen sich wilde Mysterien hinter dem Alltäglichen verbergen und zur Gefahr für die Menschheit werden. James McAvoy meistert die anspruchsvolle Rolle einer gespaltenen Persönlichkeit eher mäßig und verfällt dabei meist in alberne Sterotypien. Davon abgesehen dient die Darstellung der Persönlichkeitsstörung als menschlicher Monstrosität eher der mittelalterlichen Verteufelung als der Aufklärung über dieses psychiatrische Phänomen.

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KONG: SKULL ISLAND 2/10

Beitrag von Olmo » 22.10.2017, 23:45

Australien, China, Kanada, USA 2017 - Regie: Jordan Vogt-Roberts. Darsteller: Tom Hiddleston, Samuel L. Jackson, John Goodman, Brie Larson, Jing Tian, Toby Kebbell, John Ortiz, Corey Hawkins, Jason Mitchell, Shea Whigham, Thomas Mann, Terry Notary, John C. Reilly, Marc Evan, Jackson, Eugene Cordero, Miyavi, Will Brittain

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Kurz vor dem Abzug der US-Truppen aus Vietnam unternimmt ein Team aus Wissenschaftlern und Militärs eine Expedition zu einer unbekannten, von Wolken verdeckten Insel. Nachdem die einfältigen Invasoren das seit Jahrmillionen unberührte Eiland mit Bomben rücksichtslos in Brand gesetzt haben, erhebt sich ein gigantischer Affe aus dem Dschungel und prügelt die Kampfhubschrauber samt Insassen erbost vom Himmel. Die örtlichen Eingeborenen verehren den Riesenaffen allerdings als Beschützer, welcher die Menschen vor den noch viel übleren Kreaturen auf der Insel bewahrt.
Plumpe Neuauflage des ''King Kong''-Mythos mit ganz ordentlichen Spezialeffekten, aber vollkommen sinnloser Handlung und komplett uninteressanten, nicht weiter erwähnenswerten Charakteren. Kaum zu fassen, wie man eine so simple Geschichte für 185 Millionen Dollar derart in die Grütze reiten kann. Während der Aff' noch einigermaßen gelungen ist, wirken all die anderen armseligen Monster wie lächerliche, überdimensionale Kastanienmännchen.

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PIRATES OF THE CARIBBEAN - SALAZARS RACHE 5/10

Beitrag von Olmo » 24.10.2017, 22:31

USA 2017 - Regie: Joachim Rønning, Espen Sandberg. Darsteller: Johnny Depp, Javier Bardem, Brenton Thwaites, Kaya Scodelario, Kevin R. McNally, Golshifteh Farahani, David Wenham, Stephen Graham, Geoffrey Rush, Angus Barnett, Martin Klebba, Adam Brown, Giles New

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Der junge Henry Turner (Thwaites) will den magischen Dreizack des Poseidon finden, um den auf seinem Vater William lastenden Fluch zu brechen, welcher die Ewigkeit als Kapitän des Geisterschiffes ''Flying Dutchman'' verbringen muss. Die wissbegierige Carina Smyth (Scodelario) ist auf der Suche nach ihrer Herkunft und findet in einem alten Buch Hinweise auf den Verbleib des Schatzes. Auch Jack Sparrow (Depp) und Hector Barbossa (Rush) schließen sich der Jagd nach dem Dreizack an, um mit diesem den rachelüsternen Piratenjäger Salazar (Bardem) aufzuhalten, der zusammen mit seiner Mannschaft von Sparrow einst zum einem Dasein als hässlicher Untoter verdammt wurde.
Auch wenn der Piratenkäse langsam gammelig wird, wärmt man ihn dennoch immer und immer wieder auf. Das Schema aus Schatzsuche und Liebesschnulze bleibt dasselbe, die sichtlich ermüdeten Darsteller auch. Die aufwendigen Spezialeffekte und Actionsequenzen sind dagegen sehr gut gelungen, vor allem das originelle Unterwasser-Outfit von Kapitän Salazar.

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SULLY 7/10

Beitrag von Olmo » 28.10.2017, 20:07

USA 2016 - Regie: Clint Eastwood. Darsteller: Tom Hanks, Aaron Eckhart, Laura Linney, Mike O'Malley, Anna Gunn, Jamey Sheridan, Ann Cusack, Jane Gabbert, Molly Hagan, Holt McCallany, Chris Bauer, Patch Darragh

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Nachdem er durch eine spektakuläre Notlandung auf dem Hudson River 155 Menschen vor dem Tod bewahrt hat, wird Flugkapitän Chesley ''Sully'' Sullenberger (Hanks) zusammen mit seinem Copiloten Jeff Skiles (Eckhart) von der Öffentlichkeit als Held gefeiert. Die Fluggesellschaft und die Behörden betrachten angesichts der entstandenen Kosten das Manöver allerdings weniger entspannt. Eine detaillierte Rekonstruktion der Ereignisse und entsprechende Flugsimulationen scheinen zu beweisen, dass die Notlandung vollkommen unnötig war und die Maschine sicher auf einem der angrenzenden Flughäfen hätte gelandet werden können. Obwohl ihm seine Handlung aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrung bisher alternativlos erschien, beginnt Sully nun zunehmend an sich zu zweifeln.
Spätestens mit ''American Sniper'' (2014) hat Clint Eastwood ja seine Vorliebe für ekelhaftes amerikanisches Heldentum zu Schau gestellt. Abgesehen von den peinlichen Szenen im Abspann mit dem echten Sullenberger und den jubelnden Überlebenden fällt Eastwoods Portrait aber erstaunlich nüchtern und sachlich aus. Die Betrachtung der Ereignisse aus unterschiedlichsten Blickwinkeln ist interessant und erklärt durch die entsprechend unterschiedlichen Sichtweisen der Zeugen die notwendigen Ermittlungen der Behörden und auch Sullys Selbstzweifel.
Zuletzt geändert von Olmo am 29.10.2017, 12:29, insgesamt 2-mal geändert.

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DIE MUMIE 3/10

Beitrag von Olmo » 29.10.2017, 02:06

USA 2017 - Regie: Alex Kurtzman. Darsteller: Tom Cruise, Annabelle Wallis, Sofia Boutella, Jake Johnson, Courtney B. Vance, Marwan Kenzari, Russell Crowe

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Nach Jahrtausenden ausgefeilter Sicherungsverwahrung befreien der Schatzjäger Nick Morton (Cruise) und die Archäologin Jenny Halsey (Wallis) die dämonische Pharaonentochter Ahmanet (Boutella) aus ihrem Sarkophag. Diese erwählt Nick zu ihrem geliebten Opfer, das sie einer vertraglichen Verpflichtung zufolge dem Gott des Todes als Gefäß für dessen menschliche Inkarnation darbringen soll. Der nicht vollkommen vertrauenswürdige Dr. Jekyll (Crowe) setzt Ahmanet zwar gefangen, will aber dennoch die Pläne zu Nicks Opferung weiter verfolgen, weil er so das Böse auf der Welt einschließlich seiner Mr. Hyde-Problematik endgültig zu beseitigen hofft.
Eigentlich eine vollkommen überflüssige Neuauflage des Mumien-Mythos, die skrupellos den Stil der Brendan-Fraser-Mumienspektakel aufwärmt, nur diesmal mit unglaublich langweiligen Charakteren. Natürlich zielt der ganze Blödsinn nur darauf ab, die alten Horror-Legenden nach und nach in lieblos zusammengeschusterten Neuverfilmungen kommerziell auszuschlachten, um sie dann in noch viel schlechteren Sequels im Stile der ''Avengers'' zu versammeln und gegen noch übermächtigere Gegner kämpfen zu lassen.

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JOHN WICK: KAPITEL 2 7/10

Beitrag von Olmo » 01.11.2017, 21:41

Hongkong, Italien, Kanada, USA 2017 - Regie: Chad Stahelski. Darsteller: Keanu Reeves, Common, Laurence Fishburne, Riccardo Scamarcio, Ruby Rose, Lance Reddick, Peter Stormare, Bridget Moynahan, Franco Nero, John Leguizamo, Ian McShane, Claudia Gerini, Wass Stevens

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''Alles wegen einem gestohlenen Auto und einem blöden Hund''. Aufgrund dieser Lappalien hat John Wick (Reeves) gerade die halbe Russenmafia ausgelöscht und möchte sich eigentlich wieder zur Ruhe setzen. Doch sein alter Freund Santino D’Antonio (Scamarcio) erinnern ihn an eine alte Schuld und verlangt von ihm, seine Schwester Gianna (Gerini) zu töten, um an ihrer statt den Sitz im höchsten Gremium der internationalen Verbrechersyndikate einzunehmen. Nachdem John den Auftrag widerwillig erledigt hat, setzt Santino wiederum ein Kopfgeld von 7 Millionen Dollar auf John selbst aus - für den Mord an seiner Schwester. Auf seinem Rachefeldzug gegen Santino muss sich John nicht nur gegen unzählige Attentäter behaupten, er missachtet dabei sogar die heiligen Regeln der ehrwürdigen ''Continental''-Hotels.
Im Gegensatz zum Vorängerfilm ergibt die Handlung dieses Mal sogar einen Sinn. Die Geschichte ist erneut von viel Ironie geprägt, beispielsweise wenn man sich bei der Beratung zu geeigneten Schusswaffen von einem Sommelier beraten lässt. Und die nicht enden wollenden Kampfsequenzen sind nicht nur äußerst brutal, sondern auch brillant und geradezu liebevoll inszeniert.

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ALIEN: COVENANT 4/10

Beitrag von Olmo » 06.11.2017, 23:42

Australien, Großbritannien, Neuseeland, USA 2017 - Regie: Ridley Scott. Darsteller: Michael Fassbender, Katherine Waterston, Billy Crudup, Danny McBride, Demian Bichir, Carmen Ejogo, Jussie Smollett, Callie Hernandez, Amy Seimetz

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Die Crew des Kolonieschiffs ''Covenant'' wird auf dem Weg infolge einer Neutrinoexplosion vorzeitig aus dem Hyperschlaf geweckt und empfängt bald darauf einen offenbar menschlichen Notruf, der sie von ihrem ursprünglichen Ziel abbringt und zu einem scheinbar paradiesischen Planeten führt. Nachdem die ersten Crewmitglieder den einheimischen bösartigen Kreaturen zum Opfer gefallen sind, treffen die Kolonisten auf den zehn Jahre zuvor samt dem Raumschiff ''Prometheus'' verschollenen Androiden David, der inzwischen vollkommen den Verstand verloren hat und besessen ist von der Erschaffung des perfekten Alien-Hybriden.
Wie schon bei ''Alien 3'' (1992) wurde auch hier der grauenhafte Fehler begangen, dass der gesamte Überlebenskampf der Protagonistin aus dem Vorgängerfilm sich als komplett sinnlos erweist. Vielleicht wollte man sich aber damit auch nur für dessen langweilige Handlung entschuldigen. Immerhin sind die Alien-Kreaturen ganz ordentlich gestaltet und dürfen sich diesmal auch durch ganz andere Körperteile ihrer menschlichen Wirte als nur dem Brustkorb nach draußen bohren. Bedauerlicherweise gerät der Schrecken der Monster zunehmend in den Hintergrund und es wird eigentlich nur noch über die eigentümlichen und uninteressanten Befindlichkeiten der Androiden berichtet.

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THE WALK 3/10

Beitrag von Olmo » 19.11.2017, 02:05

USA 2015 - Regie: Robert Zemeckis. Darsteller: Joseph Gordon-Levitt, Ben Kingsley, Charlotte Le Bon, James Badge Dale, Clément Sibony, César Domboy, Benedict Samuel, Ben Schwartz, Steve Valentine

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Der leidenschaftliche französische Seiltänzer Philippe Petit möchte Ruhm erlangen und sucht sich daher die ganz großen Herausforderungen. Der Bau der Twin Towers des World Trade Centers in New York schreit förmlich nach einem spektakulären Drahtseilakt. Zusammen mit einem kleinen Team plant Philippe minutiös das illegale Unternehmen, um schließlich in 417 Metern Höhe über den Straßen von Manhattan wandeln zu können.
Natürlich wird Philippes Werdegang wieder einmal im bewährten Stil von ''Die fabelhafte Welt der Amélie'' (2001) präsentiert, scheinbar kann das bürgerliche Leben in Frankreich auch gar nicht mehr anders dargestellt werden. Dabei wird auch nicht ein einziges Klischee ausgelassen einschließlich des unerträglichen und völlig sinnlosen französischen Akzents der Protagonisten. Der Erzählstil bessert sich zwar mit der Zeit, doch das Interesse an der Geschichte ist da längst schon verdorben.

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GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2 6/10

Beitrag von Olmo » 03.12.2017, 04:44

Kanada, Neuseeland, USA 2017 - Regie: James Gunn. Darsteller: Chris Pratt, Zoë Saldaña, Dave Bautista, Vin Diesel, Bradley Cooper, Michael Rooker, Karen Gillan, Pom Klementieff, Elizabeth Debicky, Chris Sullivan, Sean Gunn, Tommy Flanagan, Laura Haddock, Sylvester Stallone, Kurt Russell

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Auf der Flucht vor Myriaden von Raumschiffen einer mächtigen Rasse, die ihr gestohlenes Zeug zurückhaben will, kommt den Guardians um Peter Quill (Pratt), Gamora (Saldaña) und Drax (Bautista) ein übermächtiges außerirdisches Wesen namens Ego (Russell) zur Hilfe, das die Gruppe zu seinem scheinbar paradiesischen Heimatplaneten führt. Tatsächlich ist Ego ein uraltes kosmisches Wesen, das sich mit dem Planeten umhüllt und schließlich eine menschliche Gestalt angenommen hat. Ego entpuppt sich außerdem als Peters verschollener Vater, der sich mit den Kräften seines Nachkommen stärken will, um sich letztendlich alle Welten des Universums einverleiben zu können.
Unterhaltsame Fortsetzung der ''Guardians''-Abenteuer mit großartigen Spezialeffekten und mit viel Humor. Ein wahrer Lichtblick also im ansonsten meist bierernsten und pathetischen Marvel-Universum.

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KING ARTHUR - LEGEND OF THE SWORD 0/10

Beitrag von Olmo » 10.12.2017, 19:05

Australien, Großbritannien, USA 2017 - Regie: Guy Ritchie. Darsteller: Charlie Hunnam, Astrid Bergès-Frisbey, Djimon Hounsou, Aidan Gillen, Mikael Persbrandt, Jude Law, Eric Bana, Annabelle Wallis, Peter Ferdinando, Kingsley Ben Adir, Neil Maskell, Geoff Bell, Freddie Fox, Katie McGrath, Lorraine Bruce, Eline Powell, Hermione Corfield

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Trotz der Macht seines Schwertes Excalibur fällt König Uther (Bana) dem Verrat seines Bruders Vortigern (Law) zum Opfer. Uthers Sohn Arthur (Hunnam) kann fliehen und wächst in der Gosse Londiniums zum Kämpfer heran. Ohne Wissen über seine Herkunft und sein prophezeites Schicksal zieht Arthur Jahre später das wiedererschienene Excalibur aus einem Felsen. Nach anfänglichem Zögern führt er schließlich zusammen mit seinen treuen Gefährten den Volksaufstand gegen den Unterdrücker Vortigern an.
Man kann nicht verlangen, dass sich jede Verfilmung der Arthussage sklavisch an eine ohnehin vielfach interpretierte Vorlage hält. Die erzählerische Freiheit sei dem Regisseur also verziehen. Was Guy Ritchie aber ansonsten hier abliefert ist ein einziger unerträglicher und indiskutabler Haufen Müll. In der aus tausend Jahren Weltgeschichte bedenkenlos zusammengeplünderten Mittelalter-Grütze wären Martin Luther und Alexander der Große wahrscheinlich auch nicht besonders aufgefallen. Viel schlimmer als das sind aber das Ghetto-Gebaren der Heldenfigur, der pseudopatriotische Folklore-Soundtrack und die widerlich zusammengeschusterte Bildfolge aus kurzlebigen Zeitlupen- und Zeitrafferaufnahmen in belangloser Snapchat-Erzählweise.

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JACKIE 6/10

Beitrag von Olmo » 15.12.2017, 23:02

Chile, USA 2016 - Regie: Pablo Larraín. Darsteller: Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, Richard E. Grant, Caspar Philippson, John Carroll Lynch, Beth Grant, Max Casella, Billy Crudup, John Hurt

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Mit den Schüssen von Dallas und dem Tod ihres blutüberströmten Gatten in ihren Armen wird Jackie Kennedy (Portman) abrupt aus der märchenhaften Glamourwelt voller Parties und dekorativer Fernsehauftritte im Weißen Haus heraukatapultiert. In einem Interview mit einem Journalisten (Crudup) wenige Tage nach dem Attentat versucht sie, ihre traumatischen Erlebnisse in Worte zu fassen und ihre verbissenen gestalterischen Maßnahmen während der Trauerfeierlichkeiten zu schildern, um das Vermächtnis John F. Kennedys zu ehren.
Ein äußerst zwiespältiges Portrait, das die ehemalige First Lady mal als hilflos trauernde Witwe, mal als unsympathisches und weltfremdes High-Society-Subjekt beschreibt. Natalie Portman meistert diesen Spagat hervorragend, wenn man auch am Ende immer noch nicht so recht weiß, was man von der ganzen historisch überhöhten Kennedy-Episode im Weißen Haus halten soll.

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