Welchen Film/welche Serie usw. habt ihr zuletzt gesehen?

Alles zum Thema Film, Fernsehen, Musik, DVD, Blu-ray und HD DVD usw ist hier richtig...
Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

INTO THE FOREST 1/10

Beitrag von Olmo » 11.07.2018, 23:02

Kanada 2015 - Regie: Patricia Rozema. Darsteller: Ellen Page, Evan Rachel Wood, Max Minghella, Callum Keith Rennie, Michael Eklund, Wendy Crewson

Bild

Zusammen mit ihrem Vater Robert (Rennie) leben Nell (Page) und Eva (Wood) in einem Haus tief in den Wäldern Kanadas. Ein großflächiger Stromausfall unbekannter Ursache führt zunächst nur zu verschmerzbaren Einschränkungen bei der Wasserversorgungen und dem Internet. Doch die Krise erweist sich als unumkehrbar, Brennstoffe und Nahrungsmittel werden knapp und die Zivilisation gerät aus den Fugen. Als der Vater durch einen tragischen Unfall verstirbt, sind die Schwestern in der Einsamkeit auf sich alleine gestellt und sehen sich aller zivilisatorischen Annehmlichkeiten beraubt mit existenziellen Fragen des Überlebens konfrontiert.
Natürlich ist der dauerhafte Zusammenbruch der Energieversorgung ein realistisches und ernstzunehmendes dystopisches Szenario, die vorliegende Herangehensweise an diese Problematik ist aber mehr als stümperhaft. Die albernen Befindlichkeiten, mit denen sich die verwöhnten Protagonisten angesichts einer globalen Krise herumplagen, sind einfach nur lächerlich und nerven gewaltig. Während die Menschheit schon nach einer Woche komplett verroht und anfängt zu rauben, zu plündern, zu morden und zu vergewaltigen, geraten die Schwestern in psychische Krisen, weil ihnen die Musik zum Tanzen fehlt und ihnen die Schokolade ausgeht. Und es müssen mehr als sechs Monate mit sinnlosem Warten auf Strom ins Land gehen, ehe man sich auf das Wissen aus Sachbüchern und die Früchte der Natur besinnt. Bei so einem Krisenmanagement ist die Menschheit wohl dem Untergang geweiht.

Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

THE HUNTER 8/10

Beitrag von Olmo » 18.07.2018, 20:41

Australien 2011 - Regie: Daniel Nettheim. Darsteller: Willem Dafoe, Frances O'Connor, Morgana Davies, Finn Woodlock, Sam Neill

Bild

Im Auftrag des Biotechnologieunternehmens Red Leaf soll der Söldner Martin David (Dafoe) auf Tasmanien ein Exemplar des eigentlich als ausgestorben geltenden Tasmanischen Tigers ausfindig machen, nicht zur Erfreuung der Menschheit, sondern um rücksichtslos Profit aus dem Exoten zu schlagen und sein vermutetes Körpergift zur Waffenherstellung zu missbrauchen. Martin kommt bei der Familie des seit geraumer Zeit verschwundenen Jarrah Armstrong unter, der Hinweise auf das Überleben des Tigers entdeckt hatte. Er verhilft Jarrahs depressiv gewordener Ehefrau Lucy (O'Connor) zur Abkehr von ihrer Medikamentensucht und erlangt das Vertrauen der beiden Kinder Sass (Davies) und Bike (Woodlock). Während er von der örtlichen Bevölkerung als missliebiger Eindringling verachtet und vom Konzern massiv unter Erfolgsdruck gesetzt wird, geht Martin in der gottverlassenen tasmanischen Wildnis nicht nur den Spuren des Tigers nach, sondern auch dem mysteriösen Verbleib Jarrahs.
Beeindruckende Landschaften, eine gleichzeitig stille und bedrohliche Atmosphäre und wortarme Dialoge zeichnen dieses außergewöhnliche Drama aus. Nicht die Jagd nach dem kryptozoologischen Mythos bestimmt die Handlung, sondern die fein herausgearbeitete Verknüpfung der vielschichtigen Charaktere und ihr tragisches Schicksal.

Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

MONSIEUR CHOCOLAT 7/10

Beitrag von Olmo » 23.07.2018, 12:02

Frankreich 2016 - Regie: Roschdy Zem. Darsteller: Omar Sy, James Thierrée, Chlotilde Hesme, Olivier Gourmet, Frédéric Pierrot, Noémie Lvovsky, Alice de Lencquesaing, Alex Descas, Olivier Rabourdin

Bild

Lange Zeit haben der in die Jahre gekommene Clown George Footit (Thierrée) und der als Kannibale Kananga auftretende Rafael Padilla (Sy) ihr Talent in einem nordfranzösischen Dorfzirkus vergeudet, ehe sie sich als ''Footit und Chocolat'' zusammentun und schon bald zu großen Stars der Pariser Unterhaltungsszene werden. Padilla genießt den Erfolg in vollen Zügen, sieht sich jedoch immer wieder rassistischen Anfeindungen und Schikanen ausgesetzt, von denen sich auch Footit angesichts der Erwartungshaltung des Publikums nicht distanzieren will. Um von der Gesellschaft endlich anerkannt zu werden, will Padilla daher den Klamauk hinter sich lassen und strebt eine große Karriere als Othello-Darsteller an.
Anhand des Aufstiegs des ehemaligen Sklaven Padilla zum gefeierten Manegenstar wird der unverhohlene Rassismus der Kolonialzeit schonungslos dargestellt. Dabei wird aber keines der üblichen Märchen erzählt, bei dem ein Niemand sich gegen alle gesellschaftlichen Widerstände behauptet und in Glück und Reichtum endet. Stattdessen geht der Held trotz beeindruckender künstlerischen Leistungen an der erbarmungslosen sozialen Realität zugrunde.

Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

WIND RIVER 5/10

Beitrag von Olmo » 31.07.2018, 18:41

USA 2017 - Regie: Taylor Sheridan. Darsteller: Jeremy Renner, Elizabeth Olsen, Gil Birmingham, Kelsey Asbille, Teo Briones, Tantoo Cardinal, Matthew Del Negro, Hugh Dillon, Julia Jones, James Jordan, Eric Lange, Martin Sensmeier, Jon Bernthal, Graham Greene

Bild

Cory Lambert (Renner) macht als staatlicher Wildtierjäger im verschneiten Wyoming Jagd auf Berglöwen, Kojoten und andere Raubtiere. Auf einem seiner Streifzüge entdeckt er die Leiche der 18jährigen Natalie (Asbille), die auf der Flucht vor einem Angreifer offenbar meilenweit barfuß durch den Schnee gelaufen ist. Natalie entstammt der Bevölkerung des örtlichen Indianerreservats Wind River, in dessen Umfeld Lambert und die aus Las Vegas herbeorderte FBI-Agentin Jane Banner (Olsen) den Mordfall aufzuklären versuchen.
Ein übles Verbrechen in wilder Landschaft und dem deprimierenden Alltag eines öden Indianerreservats, in den man angesichts der dominierenden weißen Hauptfiguren leider nur einen sehr oberflächlichen Einblick erhält. Das Leitmotiv des heldenhaften Racheengels erfüllt natürlich die gängigen Western-Klischees, die sich in dieser trostlosen Parallelwelt der ins Nirgendwo abgeschobenen amerikanischen Ureinwohner aber auch als einzig plausiblen Lösungsweg darstellen.

Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

DIE VERLEGERIN 4/10

Beitrag von Olmo » 13.08.2018, 22:07

USA 2017 - Regie: Steven Spielberg. Darsteller: Meryl Streep, Tom Hanks, Sarah Paulson, Bob Odenkirk, Tracy Letts, Bradley Whitford, Bruce Greenwood, Matthew Rhys, Alison Brie, Carrie Coon, Jesse Plemons, David Cross, Zach Woods

Bild

Katharine Graham (Streep) hat als Chefin der von ihrem Mann geerbten ''Washington Post'' in der von Männern dominierten Welt des Journalismus keinen leichten Stand. Während sie selbst das informative Ideal ihres Gatten bewahren möchte, drängt der Vorstand angesichts des bevorstehenden Börsengangs zur Zurückhaltung in der Berichterstattung. Chefredakteur Ben Bradlee (Hanks) werden derweil die brisanten ''Pentagon Papers'' zugespielt, aus welchen unzweifelhaft hervorgeht, dass die Regierung seit Jahren die militärische Wahrheit über den Vietnamkrieg verheimlicht. Für Graham bietet sich die einmalige Chance, das Ansehen ihres Blattes gewaltig zu steigern. Gleichzeitig wäre sie aber auch gezwungen, den Ruf von langjährigen Freunden wie Ex-Verteidigungsminister Robert McNamara (Greenwood) zu schädigen.
Ein enttäuschender, altbacken inszenierter Enthüllungsthriller, der trotz Star-Regisseur und prominenter Besetzung keinen vom Hocker reißen kann.

Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

ICH - EINFACH UNVERBESSERLICH 3 4/10

Beitrag von Olmo » 25.08.2018, 18:47

USA 2017 - Regie: Kyle Balda, Pierre Coffin, Eric Guillon. Deutsche Sprecher: Oliver Rohrbeck, Martina Hill, Marie Christin Morgenstern, Zalina Sanchez, Hannah Kunze, Thomas Danneberg, Joko Winterscheidt, Julien Bam, Kerstin Sanders-Dornseif, Marco Rima

Bild

Gru und Lucy scheitern kläglich, den in seiner 80er-Jahre-Fernsehrolle steckengebliebenen ehemaligen Kinderstar Balthazar Bratt auszuschalten, welcher einen riesigen Diamanten zum Bau einer Massenvernichtungswaffe entwenden will. Gru erhofft sich daraufhin Hilfe von seinem kürzlich aufgetauchten Zwillingsbruder Dru, der sich allerdings vorwiegend durch ein großes Vermögen und eine jugendliche blonde Mähne, jedoch nicht im Geringsten durch ein Talent zum Schurken auszeichnet.
Der dritte Teil der Animationsreihe ist zwar einigermaßen unterhaltsam, bleibt jedoch ohne wahre Höhepunkte und wirkt daher ein bisschen ermüdend.

Olmo
Beiträge: 826
Registriert: 19.09.2007, 22:19
Wohnort: Stuttgart

STAR WARS - DIE LETZTEN JEDI 5/10

Beitrag von Olmo » 07.09.2018, 22:18

USA 2017 - Regie: Rian Johnson. Darsteller: Mark Hamill, Carrie Fisher, Adam Driver, Daisy Ridley, John Boyega, Oscar Isaac, Andy Serkis, Lupita Nyong'o, Domhnall Gleeson, Anthony Daniels, Gwendoline Christie, Kelly Marie Tran, Laura Dern, Frank Oz, Benicio del Toro

Bild

Die Erste Ordnung unter ihrem Obersten Anführer Snoke (Serkis) steht kurz davor, die letzten Reste des Widerstandes um General Leia Organa (Fisher) zu vernichten und treibt dessen dezimierte Flotte auf einer zermürbenden Flucht vor sich her. Rey (Ridley) erhofft sich Unterstützung von Jedi-Meister Luke Skywalker (Hamill), welcher sich resigniert auf die Jedi-Heimatwelt zurückgezogen hat. Aus der Ferne nimmt Rey dabei Kontakt zu Kylo Ren (Driver) auf, der scheinbar noch immer im Zwiespalt zwischen seiner Herkunft und der Verführung durch die Dunkle Seite der Macht gefangen ist.
Nicht nur durch die Auftritte von Carrie Fisher und Mark Hamill knüpft die Filmreihe optisch und inhaltlich dankenswerterweise wieder mehr an die legendären Originalwerke an. Die Helden und die Bösewichte der neuen Ära sind allerdings äußerst harmlos und wenig beeindruckend, so dass alles seit ''Episode I'' auch weiterhin ein müder Abklatsch bleibt.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast