
Als der Farmer Ted Narracot (Mullan) statt eines arbeitstüchtigen Ackergauls das widerspenstige Halbblut ''Joey'' vom Pferdemarkt mit nach Hause bringt, wird er von allen für verrückt erklärt. Sein idealistischer Sohn Albert (Irvine) schafft es aber gegen alle Widerstände, das Pferd für die Arbeit auf dem Feld abzurichten und damit die Existenz der Familie vorübergehend zu sichern. Nach einem schweren Unwetter droht der Vater jedoch seine Farm zu verlieren und verkauft Joey zu Beginn des Ersten Weltkriegs notgedrungen an das britische Militär. Mit Captain Nicholls (Hiddleston) zieht er in die Schlacht und gerät schon bald quasi in deutsche ''Kriegsgefangenschaft''. Als Zugpferd für Geschütze wird Joey nun bis zum Umfallen geschunden und ein Wiedersehen mit Albert, der inzwischen auch bei den Soldaten ist, scheint unmöglich.
Die zu befürchtende Pferdeliebhaber-Schnulze tritt glücklicherweise in den Hintergrund zugunsten einer sehr eindrücklichen Schilderung des Kriegsalltags in den Schützengräben des Ersten Weltkriegs mit all seinen Schrecken. Auf die übliche Schwarzweiß-Malerei wurde dabei verzichtet, stattdessen wird ein sehr differenziertes Bild der für beide Seiten entsetzlichen Kriegshandlungen gezeichnet. Die zu Anfang des Krieges oft erschreckend anachronistische Philosophie der Kriegsteilnehmer wird beeindruckend dargestellt in der Szene, als die britische Kavallerie nach althergebrachter Manier Säbel voraus und siegesgewiss über ein deutsches Heerlager herfällt, um kurz darauf von Maschinengewehren zu Hunderten niedergemäht zu werden.












