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EDGE OF TOMORROW 6/10

Verfasst: 03.09.2015, 00:55
von Olmo
USA 2014 - Regie: Doug Liman. Darsteller: Tom Cruise, Emily Blunt, Bill Paxton, Brendan Gleeson, Noah Taylor, Kick Gurry

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Die fiese Alienrasse der ''Mimics'' hat den Großteil Mitteleuropas überrannt und die Bevölkerung getötet. Ein unerwarteter Sieg gegen den scheinbar unbezwingbaren Feind unter der gefeierten Heldin Rita Vrataski (Blunt) schürt Hoffnung unter den gedemütigten Menschen und veranlasst deren vereinigte Streitkräfte zu einer beispiellosen Invasion in der Normandie. Unfreiwillig kämpft dort auch William Cage (Cruise) in vorderster Front und erleidet einen qualvollen Tod, findet sich danach allerdings quicklebendig in der Zeit vor der Invasion wieder. Nach mehreren dieser Rückführungen kann er Rita davon überzeugen, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist. Sein Wissen um die bevorstehenden Ereignisse soll genutzt werden, um den ''Omega-Mimic'' ausfindig zu machen, welcher sämtliche Aliens kontrolliert und auch für die Zeitsprünge verantwortlich ist.
Solides Sience-Fiction-Produkt, dessen Handlung allerdings wenig aufregend und relativ austauschbar ist. Aufgewertet wird das aber durch die spaßige Inszenierung von Williams Zeitschleifen-Problem im Stile von ''Und täglich grüßt das Murmeltier''. Dabei macht man sich schon Gedanken, wie zermürbend die endlose und immer wieder zum Scheitern verurteilte Wiederholung der selben Ereignisse sein muss und wie man da noch motiviert ein Ziel verfolgen soll.

DRITTE PERSON 5/10

Verfasst: 04.09.2015, 20:34
von Olmo
Belgien, Deutschland, Großbritannien, USA 2013 - Regie: Paul Haggis. Darsteller: Liam Neeson, Mila Kunis, Adrien Brody, Olivia Wilde, James Franco, Moran Atias, Vinicio Marchioni, Maria Bello, Kim Basinger

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Der preisgekrönte Schriftsteller Michael (Neeson) lebt frisch getrennt von seiner Ehefrau Elaine (Basinger) in einem Pariser Hotel, wo er an einem neuen Roman schreibt und sich mit seiner launischen Geliebten Anna (Wilde) herumplagt. In New York kämpft die junge Julia (Kunis) um das Sorgerecht für ihren kleinen Sohn, das ihr der Vater (Franco) nach einem durch sie verschuldeten Unfall verweigert. Der Geschäftsmann Scott (Brody) sitzt in Rom fest, wo er der attraktiven Monica (Atias) dabei hilft, ihre Tochter aus der Hand von Kriminellen zu befreien. Nach und nach verknüpfen sich die unterschiedlichen Episoden zu einer einzigen tragischen Geschichte.
Die verschiedenen Handlungsstränge sind wunderschön und poetisch erzählt und mit großartigen Darstellern besetzt. Der Gesamtzusammenhang ist allerdings schön früh vorhersehbar und erinnert stark an ''Der Dieb der Worte'' (2012).

MUD - KEIN AUSWEG 5/10

Verfasst: 05.09.2015, 23:52
von Olmo
USA 2013 - Regie: Jeff Nichols. Darsteller: Matthew McConaughey, Tye Sheridan, Sam Shepard, Michael Shannon, Joe Don Baker, Ray McKinnon, Sarah Paulson, Paul Sparks, Jacob Lofland, Reese Witherspoon

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Auf der Suche nach einem im Baum gestrandeten Boot treffen die beiden Halbwüchsigen Ellis (Sheridan) und Neckbone (Lofland) auf einer abgelegenen Insel im Mississippi auf den Flüchtigen Mud (McConaughey), der von den Angehörigen eines Mannes verfolgt wird, den er in Notwehr erschoss. Fasziniert von Muds abenteuerlichen Geschichten und seiner romantischen Liebe zur schönen Juniper (Witherspoon) versorgen die Jungen den Gestrandeten mit Lebensmitteln und Ausrüstung, um das Boot wassertauglich zu machen, auf dem Mud und Juniper ihren Häschern entkommen sollen.
Schön bebildertes Südstaaten-Drama, das durch die recht einfältige Handlung und die stereotypen Charaktere aber streckenweise ziemlich langweilt.

HENRY VIII 5/10

Verfasst: 06.09.2015, 22:26
von Olmo
Großbritannien 2003 - Regie: Pete Travis. Darsteller: Ray Winstone, Helena Bonham Carter, Charles Dance, Emilia Fox, Michael Maloney, Assumpta Serna, Mark Strong, David Suchet, Danny Webb, Joss Ackland, Emily Blunt, Clare Holman, Sean Bean

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Nichts ist wichtiger für einen König, als einen männlichen Thronerben zu zeugen, dazu bedrängt der Vater Heinrichs VIII. (Winstone) seinen Sohn am Sterbebett. Doch auch nach 15 Jahren Ehe mit Katharina von Aragón (Serna) konnte Heinrich dieser Forderung nicht nachkommen. Daher erzwingt er die Scheidung von Katharina, um sich mit der jüngeren Anne Boleyn (Bonham Carter) zu vermählen, die ihm aber auch nur eine Tochter schenkt. Nachdem Anne wegen angeblichen Ehebruchs und Hochverrats enthauptet wurde, bringt Heinrichs dritte Ehefrau Jane Seymour (Fox) den erhofften Thronerben zur Welt, der sich jedoch als kränklich und schwach erweist. In drei weiteren Ehen versucht der König daher, den Fortbestand seiner Dynastie zu sichern.
Das zweiteilige Historienepos ist sichtlich um historische Genauigkeit und die Vermittlung der politischen Zusammenhänge bemüht. Leider wird das durch die äußerst hastige Handlungsabfolge und die oberflächliche Erzählweise getrübt. Unter der hochkarätigen Besetzung ragt vor allem der großartige Ray Winstone hervor, der den vielschichtigen Charakter Heinrichs VIII. pompös und sehr glaubwürdig darstellt.

DER MANN, DER ZUVIEL WUSSTE 7/10

Verfasst: 08.09.2015, 01:52
von Olmo
USA 1956 - Regie: Alfred Hitchcock. Darsteller: James Stewart, Doris Day, Brenda de Banzie, Bernard Miles, Ralph Truman, Daniel Gelin, Mogens Wieth, Alan Mowbray, Hillary Brooke, Christopher Olsen, Reggie Nalder, Richard Wattis, Noel Willman, Alix Talton, Yves Brainville, Carolyn Jones

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Aufgrund einer Verwechslung werden Ben (Stewart) und Jo McKenna (Day) während ihres Urlaubs in Marrakesch zu Mitwissern eines geplanten Attentats auf einen hochrangigen Politiker in London. Um sie zum Schweigen zu bringen, wird kurz darauf ihr kleiner Sohn Hank (Olsen) entführt und in einer Londoner Kapelle festgehalten. Verzweifelt versuchen die Eltern, das Leben ihres Sohnes zu schützen und den Anschlag während eines Konzerts in der Royal Albert Hall zu verhindern.
Hitchcocks Meisterwerk wartet mit einem wahren Füllhorn an Spannung erzeugenden Kunstgriffen auf, die natürlich in der grandios inszenierten Konzertszene gipfeln. Die erzwungenen, letztendlich aber preisgekrönten Gesangseinlagen von Doris Day gehen einem ziemlich auf die Nerven. Dafür ist die slapstickartige Episode beim Tierpräparator als auflockerndes Element inmitten der ernsten Handlung wiederum ein absolutes Glanzstück.

SCHNELLER ALS DER TOD 6/10

Verfasst: 09.09.2015, 03:28
von Olmo
USA 1995 - Regie: Sam Raimi. Darsteller: Sharon Stone, Gene Hackman, Russell Crowe, Tobin Bell, Roberts Blossom, Kevin Conway, Keith David, Lance Henriksen, Pat Hingle, Gary Sinise, Leonardo DiCaprio

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Der tyrannische John Herod (Hackman) veranstaltet alljährlich in dem von ihm beherrschten Redemption ein Turnier für Revolverhelden. Neben ihm selbst und einigen äußerst skurrilen Gestalten treten dabei auch sein Sohn Kid (DiCaprio), die geheimnisvolle Ellen (Stone) und Herods ehemaliger Partner Cort (Crowe) an, der in Ketten in die Stadt geschleift und zur Teilnahme gezwungen werden muss. Während sich das Teilnehmerfeld im Laufe der Duelle immer weiter reduziert, entpuppt sich Ellen als Rächerin ihres Vaters, der auf Betreiben Herods einst brutal zu Tode kam.
Satirischer Western, der vor allem durch die maßlos überzeichneten Charaktere und das plakative Gemetzel unterhält. Dabei bedient man sich sowohl der Stilelemente des Italo-Westerns als auch der Klassiker wie ''12 Uhr mittags'' (1952).

MÄNNER IM WASSER 7/10

Verfasst: 10.09.2015, 01:24
von Olmo
Schweden 2008 - Regie: Måns Herngren. Darsteller: Jonas Inde, Peter Gardiner, Benny Haag, Jimmy Lindström, Shebly Niavarani, Ossi Niskala, Henrik Svalander, Andreas Rothlin Svensson, Kalle Westerdahl, Dietrich Hollinderbäumer, Ia Langhammer, Paula McManus, Jan Henrik Stahlberg, Amanda Davin

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Fehlende Trainingsmöglichkeiten zwingen das Hockey-Team um Fredrik (Inde) dazu, sich neue sportliche Herausforderungen zu suchen. Zunächst nur aus Jux, später mit echtem sportlichen Ehrgeiz entscheidet man sich für die einstige Männerdomäne Synchronschwimmen. Trainiert von Fredriks Tochter Sara (Davin) und belächelt von den meisten Außenstehenden strebt man die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Berlin an.
Der Film zielt wider Erwarten gar nicht so sehr auf das komödiantische Element von Männern beim Wasserballett ab und ist daher entgegen der einhelligen Kritik auch nicht als vorhersehbar einzustufen. Stattdessen wird auf ruhige und sympathische Weise von Charakteren berichtet, die durch ein gemeinsames ehrgeiziges Ziel Bestätigung erfahren und Zuversicht in ihr perspektivloses Leben bringen.

HOME 7/10

Verfasst: 10.09.2015, 15:16
von Olmo
Belgien, Frankreich, Schweiz 2008 - Regie: Ursula Meier. Darsteller: Isabelle Huppert, Olivier Gourmet, Adélaïde Leroux, Madeleine Budd, Kacey Mottet Klein

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Das Ehepaar Marthe (Huppert) und Michel (Gourmet) lebt mit seinen drei Kindern in einem Haus unmittelbar neben einem seit Jahren unfertig gebliebenen Autobahnabschnitt, den die Familie wie selbstverständlich als Teil ihres Lebensraumes begreift. Als die Autobahn eines Tages doch noch fertiggestellt wird, bricht der heranrollende Verkehr wie eine Naturgewalt über das kuriose Idyll herein. Die abfängliche Faszination über die ereignisreichen Veränderungen weicht angesichts der andauernden Lärm- und Abgasbelastung einer zermürbenden nervlichen Belastung. Chronische Schlaflosigkeit und Blei-Paranoia treiben die Familie schließlich endgültig in die Isolation. Man dichtet alle Wände im Haus mit Glaswolle ab und vermauert sämtliche Fenster und Türen, um sich im Innern dem Irrsinn und der Verwahrlosung hinzugeben.
Eine originelle, aber auch äußerst beklemmende Geschichte mit großartigen Darstellern, die trotz der bizarren Szenerie und der grotesken Handlung überraschend glaubwürdig wirkt.

LATE PHASES 5/10

Verfasst: 14.09.2015, 23:03
von Olmo
USA 2014 - Regie: Adrián García Bogliano. Darsteller: Nick Damici, Ethan Embry, Lance Guest, Erin Cummings, Rutanya Alda, Tina Louise, Al Sapienza, Caitlin O'Heany, Karen Lynn Gorney, Dana Ashbrook, Tom Noonan

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Nur widerwillig und auf Drängen seines Sohnes bezieht der blinde Vietnam-Veteran Ambrose samt Blindenhund eine biedere Wohnsiedlung für Senioren in der ländlichen Abgeschiedenheit. Gleich in der ersten Nacht wird seine Nachbarin von einer unbekannten Kreatur brutal ermordet, und auch Ambroses geliebter Schäferhund überlebt die Nacht nicht. Während die Ermittler an den Angriff durch einen Berglöwen glauben, ist Ambrose felsenfest von der Anwesenheit eines Werwolfs überzeugt. Während der darauffolgenden Wochen bis zum nächsten Vollmond bereitet er sich penibel und gewissenhaft auf die Rückkehr des Monsters vor.
Die Story vom Werwolf im Rentnerdorf ist gut gemeint, aber äußerst stümperhaft inszeniert. Die Hintergründe des Werwolf-Fluchs bleiben wirr und die Werwolf-Kostüme selbst sehen aus wie aus dem Fundus der Muppet-Show geklaut. Die Verwandlungsszene bei Vollmond ist dagegen sehenswert und Nick Damici als schlagkräftiger Haudegen macht auch eine sympathische Figur.

THE COMPANY YOU KEEP 5/10

Verfasst: 18.09.2015, 03:36
von Olmo
USA 2012 - Regie: Robert Redford. Darsteller: Robert Redford, Shia LaBeouf, Julie Christie, Sam Elliott, Brendan Gleeson, Terrence Howard, Richard Jenkins, Anna Kendrick, Brit Marling, Stanley Tucci, Nick Nolte, Chris Cooper, Susan Sarandon

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Nach über 30 Jahren wird die einstige militante Aktivistin Sharon Solarz (Sarandon) aus heiterem Himmel vom FBI verhaftet. Als Angehörige der ''Weathermen'' war sie einst in einen tödlichen Banküberfall in Michigan verwickelt. Der Journalist Ben Shepard (LaBeouf) soll über den Fall berichten und trifft im Laufe seiner Recherchen auf den Anwalt Jim Grant (Redford), der sich als der ebenfalls gesuchte Weatherman Nick Sloan entpuppt und der kurz darauf in den Untergrund abtaucht. Während sich Ben auf die Spuren von Sloans Vergangenheit begibt, macht dieser sich auf die Suche nach seiner einstigen Mitstreiterin Mimi (Christie), um mit ihrer Hilfe seine Unschuld an den damaligen Ereignissen zu beweisen.
Ansehnlicher Thriller, dessen Handlung aber etwas eintönig und uninspiriert scheint und der angesichts der hochkarätigen Besetzung hinter den Erwartungen zurückbleibt.

BATTLESHIP 1/10

Verfasst: 19.09.2015, 01:38
von Olmo
USA 2012 - Regie: Peter Berg. Darsteller: Taylor Kitsch, Alexander Skarsgård, Rihanna, Brooklyn Decker, Tadanobu Asano, Hamish Linklater, Liam Neeson

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Mitten in ein internationales Flottenmanöver vor der Küste Hawaiis platzt ein ungebetener und schwer bewaffneter Invasionstrupp vom Planeten G, der die versammelten Kriegsschiffe kurzerhand zusammenschießt. Die Aliens wurden durch ein von der Erde ausgesandtes Radiosignal auf die Menschheit aufmerksam und wollen nun ihrerseits dieselbe Technologie nutzen, um Verstärkung zur Eroberung des wehrlosen Planeten herbeizurufen. Nach verlustreichem Kampf finden die heldenhaften Militärs natürlich dann doch noch einen Weg, um den Invasoren in den Arsch zu treten.
''Battleship'' ist eine einzige, entsetzliche Anhäufung von ekelerregendem Militarismus, schmieriger Veteranenvergötterung und saublöden Dialogen. So bekommen die findigen Protagonisten ''ein ganz mieses Gefühl bei der Sache'', als ihnen allmählich klar wird, dass für die Invasion durch gigantische Schiffe unbekannter Bauart wohl doch nicht die Nordkoreaner verantwortlich sind. Der lebensunfähige Hybrid aus ''Transformers'' und ''Independence Day'' wurde als hassenwertes Navy-Werbefilmchen entlarvt, das so schnell wie möglich in Vergessenheit geraten sollte.

PSYCHO 8/10

Verfasst: 19.09.2015, 17:22
von Olmo
USA 1960 - Regie: Alfred Hitchcock. Darsteller: Anthony Perkins, Vera Miles, John Gavin, Martin Balsam, John McIntire, Janet Leigh

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Die Sekretärin Marion Crane (Leigh) unterschlägt 40.000 Dollar Bargeld aus einem Immobiliengeschäft ihres Arbeitgebers und flüchtet in aller Eile mit einem Wagen aus ihrer Heimatstadt Phoenix. Nachdem sie mit ihrem merkwürdigen Verhalten bereits die Polizei auf sich aufmerksam gemacht hat, erreicht sie nervös und im strömenden Regen ein abgelegenes Motel. Der Besitzer Norman Bates (Perkins) erweist sich als äußerst gastfreundlich und umsorgt Marion vorbildlich. Seine eifersüchtige Mutter, die der junge Mann ebenfalls zu versorgen hat, beschimpft den Sohn allerdings als Frauenheld und will ihm den Kontakt zu seinem Gast verbieten. Tatsächlich wird Marion in der Nacht unter der Dusche von einer Frauengestalt mit zahllosen Messerstichen brutal ermordet, woraufhin der verzweifelte Norman zum Schutz seiner Mutter die Leiche und sämtliche Beweisstücke verschwinden lässt. Besorgt macht sich Marions Schwester Lila (Miles) auf die Suche nach der Verschwundenen und enthüllt am Tatort ein furchtbares Geheimnis.
Trotz aller Schwierigkeiten bei der Produktion des Filmes wurde ''Psycho'' letztendlich zu Hitchcocks zentralstem Werk und zu einem der wichtigsten Filme der Filmgeschichte überhaupt. Nicht nur die Duschszene mit Bernard Herrmanns unvergleichlicher musikalischer Untermalung ist gigantisch, sondern auch das wandlungsfähige Auftreten von Anthony Perkins, das mal sympathisch, mal nervös und zwielichtig und schließlich meisterhaft Furcht einflößend wirkt. Leider war das Werk immer wieder unsinnigen Auflagen der Zensur unterworfen, sei es wegen einer angeblich sichtbaren Brustwarze oder wegen der Erwähnung des Wortes ''Transvestit''. Selbst 55 Jahre später fehlen auf der neuesten DVD-Fassung noch immer einige Szenen, die brisante Inhalte wie das Ausziehen eines BHs zeigen.

PETE SMALLS IS DEAD 3/10

Verfasst: 20.09.2015, 14:54
von Olmo
USA 2011 - Regie: Alexandre Rockwell. Darsteller: Peter Dinklage, Mark Boone Junior, Todd Barry, Steve Buscemi, Seymour Cassel, Ritchie Coster, Lena Headey, Michael Hitchcock, Carol Kane, Artin Kashini, Michael Lerner, Rosie Perez, Emily Rios, Tim Roth, Theresa Wayman

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K. C. Munk (Dinklage) erfährt vom Tod seines Freundes Pete Smalls (Roth), der im Gegensatz zu ihm erfolgreich als Regisseur in Hollywood Karriere gemacht hat. Weil er mit 10.000 Dollar in der Kreide steht, muss Munk kurz darauf auch noch seinen geliebten Hund Buddha den Gläubigern als Pfand überlassen. Der schrullige Schauspiellehrer Jack (Boone Junior) verspricht Munk, die Geldsumme aufzutreiben und Buddha zurückzuholen, wenn er ihn zu Pete Smalls Trauerfeier begleitet.
Die selbsternannte Independent-Komödie ist lahm und ermüdend und bleibt letztendlich ohne einen einzigen komischen Moment. Es ist ein absolutes Rätsel, wie man mit großartigen Darstellern wie Peter Dinklage, Tim Roth und Steve Buscemi so einen stümperhaften Film drehen kann. Immerhin macht Dinklage in dem Elend eine halbwegs gute Figur und ist seinem Vorsatz treu geblieben, keine ''Zwergenrollen'' zu übernehmen.

A FIELD IN ENGLAND 6/10

Verfasst: 22.09.2015, 03:48
von Olmo
Großbritannien 2013 - Regie: Ben Wheatley. Darsteller: Julian Barrat, Peter Ferdinando, Richard Glover, Ryan Pope, Reece Shearsmith, Michael Smiley

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Eine illustre Gruppe von Männern desertiert während des Englischen Bürgerkriegs vom Schlachtfeld und wünscht sich nichts sehnlicher als ein frisches Bier im nächstgelegenen Wirtshaus. Einer von ihnen ist auf der Suche nach einem berüchtigten Alchimisten, der seinem Meister wertvolle Schriften entwendet hat. Der Alchimist wird zwar ausfindig gemacht, doch anstatt sich gefangen nehmen zu lassen übernimmt er schon bald die Führung und veranlasst die Truppe nun seinerseits, auf einem abgelegenen Feld nach einem mysteriösen Schatz zu graben.
Ein großartig bebildertes, wenn auch anstrengendes Werk, das detailreich und realistisch einen Einblick in die historischen Lebensumstände bietet. Die psychedelische Schwarz-weiß-Optik erinnert ein wenig an ''Dead Man'' (1995).

THE TALL MAN 4/10

Verfasst: 26.09.2015, 01:37
von Olmo
Frankreich, Kanada, USA 2012 - Regie: Pascal Laugier. Darsteller: Jessica Biel, Jodelle Ferland, William B. Davis, Garwin Sanford, Samantha Ferris, Teach Grant, Colleen Wheeler, John Mann, Eve Harlow, Ferne Downey, Janet Wright, Jakob Davies, Stephen McHattie

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Schon seit geraumer Zeit verschwinden im heruntergekommenen Städtchen Cold Rock regelmäßig Kinder ohne jede Spur. Unter der verarmten und desillusionierten Bevölkerung kursiert angesichts der mysteriösen Fälle schon bald die Legende vom ''Tall Man'', der die Kinder des Ortes verschleppt. Die verwitwete Krankenschwester Julia (Biel) versucht, mit ihrer selbstlosen und hilfsbereiten Art ein wenig Licht in den finsteren Alltag ihrer Mitmenschen zu bringen und kümmert sich ebenso liebevoll um deren Kinder wie um ihren eigenen Sohn David (Davies). Auch David wird entführt, jedoch nicht vom ''Tall Man'', sondern von seiner wirklichen Mutter, die Julia wie alle anderen Bewohner der Stadt des Raubes und der Ermordung ihrer Kinder beschuldigt.
Vorwiegend unspektakulärer Thriller mit mäßig beeindruckenden Darstellern. Die zunächst stereotype Handlung wird durch eine interessante Wendung zwar ein wenig aufgewertet, doch die Auflösung ist dann doch wieder ziemlich doof und übertreibt maßlos mit ihrer Schwarzmalerei und ihrer weltverbessernden Botschaft.