
Zwanzig Jahre lang hat Walt Disney (Hanks) die britische Autorin Pamela Travers (Thompson) regelrecht um die Filmrechte an ihrer Erfolgsgeschichte ''Mary Poppins'' angebettelt, ehe sie sich ihrer Finanznöte wegen bereit erklärt, sich in Los Angeles die Ideen für eine Filmadaption zumindest einmal präsentieren zu lassen. Doch die mürrische Lady macht den Drehbuchautoren das Leben zur Hölle, hat an sämtlichen Details etwas auszusetzen, verweigert sich jeglichen Trickfilmelementen und verlangt sogar, im Film komplett auf die Farbe Rot zu verzichten. Ehe das Projekt endgültig scheitert, erkennt Disney, dass Pamela Erlebnisse aus ihrer traurigen Kindheit in ihrem Roman verarbeitet hat, in der ihr poetisch veranlagter Vater (Farrell) an der Realität des Lebens und am Alkohol zugrunde ging und ihre unglückliche Mutter (Wilson) sich am liebsten das Leben genommen hätte.
Ein erwartungsgemäß anrührendes Disney-Filmchen, das vor allem durch die sympathisch-griesgrämige Hauptfigur erfreut. Natürlich werden die Beweggründe des profitorientierten Disney-Konzerns dabei übertrieben idealistisch dargestellt, mit denen sich sogar eine Pamela Travers angeblich angefreundet hat. Tatsächlich hat die Autorin unmittelbar nach der Premiere von ''Mary Poppins'' 1964 von Walt Disney verlangt, die albernen Zeichentrick-Pinguine aus dem Film zu entfernen.








