
Trotz des gerade überstandenen Bürgerkrieges will der amerikanische Waffenproduzent Victor Barbicane (Cotten) seine Geldgeber von der Überlegenheit seines neu entwickelten Sprengstoffes ''Power X'' überzeugen. Weil ein Test auf der Erde zu riskant erscheint, soll ein Projektil auf den Mond geschossen werden, wo dann eine gewaltige Detonation zu beobachten sein wird. Sein Gegenspieler Stuyvesant Nicholl (Sanders) sieht in Barbicane den Teufel persönlich, der die Menschheit in den Untergang führen wird und will die Wirkungslosigkeit von ''Power X'' in einer öffentlichen Demonstration entlarven. Obwohl Barbicane aus diesem Duell als Sieger hervorgeht, indem er einen kompletten Berg wegsprengt, untersagt ihm der amerikanische Präsident persönlich den Beschuss des Mondes und die Kommerzialisierung von ''Power X'', weil ausländische Regierungen dies als Kriegserklärung auffassen könnten. Barbicane tut sich daraufhin mit Nicholl zusammen und plant stattdessen einen bemannten Flug zum Erdtrabanten in einem umgebauten Projektil.
Die Verfilmung von Jules Vernes Roman erinnert mit den theatralischen Monologen von George Sanders zu Anfang fast an Shakespeares Hamlet. Überhaupt wird den ganzen Film über unglaublich viel unnützes Zeug in völlig überflüssigen Szenen geschwafelt. Die deutsche Synchronisation ist grottenschlecht und klingt, als hätten alle Schauspieler einen Blecheimer auf dem Kopf. Die technische Stümperhaftigkeit des Mondfluges ignoriert die Auswirkungen der Schwerkraft ebenso wie jene der Schwerelosigkeit, was Jules Verne 1865 durchaus schon berücksichtigt hatte. Stattdessen müssen sich die Raumfahrer beim Start in eine Art Zentrifuge hineinzwängen und sich darin bis zur Bewusstlosigkeit umherschleudern lassen. Ansonsten ist die Rakete aber recht luxuriös ausgestattet: Hinter den gedrechselten Treppengeländern und den Holzvertäfelungen an der Wand stehen ausreichend Champagnergläser und Mokkatässchen zur Verfügung.











