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Olmo
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WIR WAREN KÖNIGE 6/10

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Deutschland 2014 - Regie: Philipp Leinemann. Darsteller: Ronald Zehrfeld, Mišel Matičević, Mohammed Issa, Hendrik Duryn, Tilman Strauß, Oliver Konietzny, Frederick Lau, Bernhard Schütz, Thomas Thieme

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Ein Einsatz der SEK-Einheit um Kevin (Zehrfeld) und Mendes (Matičević) misslingt gründlich. Einer der Beamten landet schwer verletzt im Krankenhaus, wenig später werden zwei andere Kollegen ermordet aufgefunden. Der kleine Nasim (Issa), der unbedingt der Clique um Thorsten (Strauß) und Ioannis (Konietzny) angehören möchte, findet die Dienstwaffe eines der Toten und schiebt sie Ioannis unter. Die SEK-Beamten machen Jagd auf den vermeintlichen Täter und misshandeln ihn schwer, ehe dieser entkommen kann. Thorsten seinerseits vermutet hinter Ioannis' Verschwinden die rivalisierende Gang um Jacek (Lau). Eine verhängnisvolle Welle der Gewalt erfasst die Beamten ebenso wie die Straßengangs und fordert zahlreiche unschuldige Opfer.
Eine deprimierende Milieustudie, die keine Helden, sondern nur bedauernswerte Opfer und Täter hervorbringt. Für die eingeschworene SEK-Truppe zählt ebenso wie bei den Jugendbanden vor aller Vernunft der archaische Ehrenkodex der Gruppe, der auf Rache und Selbstjustiz basiert. Im Gegensatz zu den gängigen Dramen um korrupte Polizisten und gebeutelte Ghettokids stehen hier am Ende wirklich alle als Verlierer da.
Olmo
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MAD MAX 7/10

Beitrag von Olmo »

Australien 1979 - Regie: George Miller. Darsteller: Mel Gibson, Joanne Samuel, Roger Ward, Steve Bisley, Tim Burns, Hugh Keays-Byrne

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In einer fortschreitend verrohenden Gesellschaft werden die Straßen und die Bevölkerung von marodierenden Motorradbanden terrorisiert. Bei der Jagd auf die Gangster verhalten sich die Polizisten dabei kaum weniger verrückt und brutal. Einzig Max Rockatansky (Gibson) versucht sich bei dem ganzen Irrsinn noch einen Rest an friedlichem Familienidyll mit Frau Jessie (Samuel) und Kind zu bewahren. Als ein Kollege bei dem Angriff der Bande des brutalen Toecutters (Keays-Byrne) grausam entstellt wird, will Max den Polizeidienst quittieren und verlässt mit der Familie die Stadt. Doch auch Jessie und das Kind fallen Toecutter zum Opfer, woraufhin Max einen erbarmungslosen Rachefeldzug beginnt.
Naiver, aber äußerst spektakulärer Science-Fiction-Kultfilm, bei dem ordentlich die Fetzen fliegen und bei dem nicht an exzessiver Gewaltdarstellung gespart wird.
Olmo
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GHOST CLUB - GEISTER AUF DER SCHULE 6/10

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Spanien 2012 - Regie: Javier Ruiz Caldera. Darsteller: Raúl Arévalo, Alexandra Jiménez, Anna Castillo, Javier Bódalo, Andrea Duro, Aura Garrido, Jaime Olías, Alex Maruny

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Seit seiner Jugend kann der Lehrer Modesto (Arévalo) die Geister von Verstorbenen sehen und mit ihnen sprechen. Jeder einschließlich seiner ständig wechselnden Arbeitgeber hält ihn deshalb für bekloppt, weshalb er sich erfolglos einer psychiatrischen Behandlung unterzieht. Erst auf der renommierten Monteforte-Schule der Direktorin Tina (Jiménez) findet Modesto seine Berufung. Seit einem Brand in den Achtzigern treibt eine Gruppe jugendlicher Geister in der Schule ihr Unwesen. Um erlöst zu werden hat jeder von ihnen offenbar noch eine Aufgabe zu erledigen, weshalb Modesto für die Geister eine skurrile Lerngruppe eröffnet und mit ihnen für den Schulabschluss büffelt.
Trotz des teilweise infantilen Humors eine insgesamt schöne und kurzweilige Geschichte mit sehr sympathischen Darstellern.
Olmo
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FEAR X 5/10

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Brasilien. Dänemark, Großbritannien, Kanada 2003 - Regie: Nicolas Winding Refn. Darsteller: John Turturro, Deborah Kara Unger, Stephen McIntyre, William Allen Young, Eugene M. Davis, Mark Houghton, Jaqueline Ramel, Frank Adamson, James Remar

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Tag und Nacht quält Harry Caine die Frage, warum seine Frau zusammen mit einem Polizisten in der Tiefgarage eines Kaufhauses erschossen wurde, in dem er selbst als Sicherheitsmann arbeitet. Stundenlang sitzt er vor den grieseligen Aufnahmen der Überwachungskameras, um Hinweise für die Tat zu entdecken, während er des Nachts von verstörenden Alpträumen geplagt wird. Eine Spur führt schließlich nach Montana, wo er die Hintermänner des Verbrechens aufschreckt und damit unbewusst sein eigenes Leben in Gefahr bringt.
Der mysteriöse Thriller erinnert stark an die Werke von David Lynch und ein wenig auch an jene von Lars von Trier. Die außergewöhnliche Inszenierung und Erzählweise des dänischen Regisseurs Nicolas Winding Refn, der mit späteren Werken wie ''Drive'' (2011) Kultstatus erlangte, lässt sich schon erahnen, auch wenn ''Fear X'' zu Anfang ziemlich einschläfernd und am Ende äußerst wirr und psychedelisch wirkt. Beinahe wäre der Film gar nicht fertig geworden, da Refn inmitten der Dreharbeiten das Geld ausging und er die Schauspieler nicht mehr bezahlen konnte.
Olmo
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SPECTRE 5/10

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Großbritannien, USA 2015 - Regie: Sam Mendes. Darsteller: Daniel Craig, Christoph Waltz, Léa Seydoux, Ben Whishaw, Naomie Harris, Dave Bautista, Andrew Scott, Rory Kinnear, Jesper Christensen, Monica Bellucci, Ralph Fiennes

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Im Auftrag der verstorbenen M und ohne Genehmigung des neuen M (Fiennes) schaltet James Bond (Craig) in Mexiko-Stadt den Terroristen Sciarra aus, der ein Attentat auf ein vollbesetztes Stadion plante. Über Sciarras Witwe Lucia (Bellucci), den ehemaligen Terroristen Mr. White (Christensen) und dessen Tochter Madeleine Swann (Seydoux) kommt Bond auf die Spur der mächtigen Untergrundorganisation ''Spectre''. Als deren Anführer tritt der totgeglaubte Franz Oberhauser alias Ernst Stavro Blofeld (Waltz) auf, bei dessen Vater Bond nach dem Tod seiner Eltern aufwuchs. Spectre will über die durch den Geheimdienstchef C (Scott) angestrebte Fusion der wichtigsten internationalen Geheimdienste und der Inbetriebnahme des unkontrollierbaren Nine-Eye-Überwachungssystems alle politischen und wirtschaftlichen Ereignisse unter seine Kontrolle bringen.
Der vierte ''Bond'' mit Daniel Craig trumpft mit fulminanten Actionsequenzen auf und stellt mit seinen biographischen Bezügen zu Bonds Vergangenheit eine Kontinuität zu den Vorgängerfilmen her. Die Gesamthandlung um Bonds familiären Bande, sein Liebesleben und die Motive der Gegenspieler fällt dennoch eher mager aus. Christoph Waltz brilliert wie gewohnt als ebenso höfliches wie skrupelloses Monstrum, aber auch er lässt den Charme der alten durchgeknallten Bond-Bösewichte vermissen, die mit den absurdesten Mitteln die Weltherrschaft an sich reißen wollten. Zur totalen Kontrolle des politischen und wirtschaftlichen Geschehens braucht es sowieso keine Terroristen, das übernehmen die ''demokratischen'' Geheimdienste bekanntlich bereits selbst.
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SAN ANDREAS 3/10

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USA 2015 - Regie: Brad Peyton. Darsteller: Dwayne Johnson, Carla Gugino, Alexandra Daddario, Ioan Gruffudd, Archie Panjabi, Paul Giamatti, Hugo Johnstone-Burt, Art Parkinson, Will Yun Lee, Kylie Minogue

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Das Leben ist für den Rettungsflieger Ray Gaines (Johnson) schon schwer genug, denn während er bei seiner Arbeit regelmäßig sein Leben riskiert, hat ihn seine Frau Emma (Gugino) mit der gemeinsamen Tochter Blake (Daddario) verlassen, um bei dem Schmierlappen Daniel Riddick (Gruffudd) einzuziehen. Da fehlt es gerade noch, dass um das Gebiet der San-Andreas-Spalte die Kontinentalplatten in Bewegung geraten und eine Serie von verheerenden Erdbeben auslösen. Blake gerät in San Francisco mitten in die Katastrophe und muss sich tapfer durch die Trümmer kämpfen, ehe die opferbereiten Eltern sich zu ihr durchschlagen können.
Dieses rein kommerzielle, optisch zwar ordentlich umgesetzte, aber erzählerisch stupide und widerwärtig patriotische Katastrophen-Spektakel hätte Roland Emmerich wahrscheinlich ganz genauso inszeniert, schließlich weiß der genau, wie man in Hollywood die Kassen klingeln lässt. Ein heldenhafter Super-Daddy profiliert sich in der Apokalypse vor seiner untreuen Ehefrau, die artig zu ihm zurückgekrochen kommt. Das Land wird verwüstet, Tausende verzichtbare Schwächlinge kommen ums Leben, am Ende aber zählt für die überlebenden Gutmenschen nur der Wiederaufbau hin zu einer besseren amerikanischen Welt, wozu auch sogleich ein gigantisches Sternenbanner an den Trümmern der Golden Gate Bridge gehisst werden muss.
Olmo
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THE PROGRAM 8/10

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Frankreich, Großbritannien 2015 - Regie: Stephen Frears. Darsteller: Ben Foster, Chris O'Dowd, Guillaume Canet, Jesse Plemons, Lee Pace, Denis Ménochet, Edward Hogg, Dustin Hoffman

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Schon während seiner ersten internationalen Radrennen wird dem zielstrebigen Lance Armstrong (Foster) vor Augen geführt, dass er mit konventionellem Training keine Chance gegen die Weltelite hat. Erst recht nach seiner übersstandenen Krebserkrankung sollen ihn daher der Sportmediziner Michele Ferrari (Canet) und der Sportliche Leiter von Armstrongs neu gegründetem US Postal-Team Johan Bruyneel (Ménochet) mit einem ausgefeilten Dopingprogramm mit dem leistungssteigernden Hormon EPO zu Höchsleistungen führen. Mit eiserner Hand bringt er seine Mannschaftskollegen auf Linie, die er mit denselben Methoden zu Spitzenhelfern formt und die sich bedingungslos dem Erfolg ihres Kapitäns unterordnen müssen. Gleichzeitig verschafft sich Armstrong mit seiner Krebsstiftung und seinem Einsatz für die Erkrankten ein enormes Ansehen in der amerikanischen Öffentlichkeit und mit seinen Kontakten bis hin zum Präsidenten auch großen gesellschaftlichen Einfluss. Während Armstrong eine Tour de France nach der anderen gewinnt, zweifelt der Sportjournalist David Walsh (O'Dowd) schon früh an den überirdischen Erfolgen des Champions. Er kennt Armstrong noch aus dessen frühen Tagen und weiß um dessen eher durchschnittlichen Begabung fern von der eines Toursiegers. Die schrittweise Aufdeckung von Armstrongs Dopingmethoden isolieren Walsh zunehmend, während sich Armstrong selbst für unangreifbar hält und seine machtvolle Stellung geltend macht. Erst die Aussagen von Armstrongs ehemaligem Edelhelfer Floyd Landis (Plemons) bringen die Lawine endgültig ins Rollen und stürzen die große Ikone des Radsports von ihrem hohen Sockel.
Da hat Lance Armstrong nun also den Film über sein Leben, von dem er schon so lange geträumt hat. Allerdings hat er sich den wohl ganz anders vorgestellt. Schonungslos wird das ganze verlogene System hinter Armstrongs sieben Toursiegen thematisiert, wobei der Protagonist keineswegs als Opfer übergeordneten Profitstrebens, sondern als aktiver Täter zu Gunsten des eigenen Erfolgs dargestellt wird. In großartiger Weise verkörpert Ben Foster den falschen Helden mit seinem süßlichen Auftreten in der Öffentlichkeit und seiner dahinter verborgenen unermesslichen Arroganz. Gründlich und ohne jede Zurückhaltung wird so der Mythos des einst gefeierten amerikanischen Helden vernichtet, der zuerst den Krebs und dann die Gipfel der Alpen und der Pyrenäen besiegt hat.
Olmo
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ICH - EINFACH UNVERBESSERLICH 2 5/10

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USA 2013 - Regie: Pierre Coffin, Chris Renaud. Deutsche Sprecher: Oliver Rohrbeck, Martina Hill, Marie Christin Morgenstern, Zalina Sanchez, Sarah Kunze, Thomas Danneberg, Peter Groeger, Erich Räuker, Sebastian Kluckert, Marion Musiol, Sonya Kraus, Axel Malzacher

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Gru verlebt mit seinen Adoptivtöchtern Margo, Edith und Agnes mittlerweile einen beschaulichen Alltag fernab seiner Superschurken-Vergangenheit. Als jedoch ein Unbekannter ein höchst gefährliches Serum entwendet, wird Gru von der ''Anti-Verbrecher-Liga'' rekrutiert, um den Bösewicht aufgrund seiner Erfahrungen aufzuspüren. Als besonders effektiv erweist sich das aber auch nicht, stattdessen verliebt sich der eigentlich frauenscheue Gru in seine neue Kollegin Lucy. Der Unbekannte, der sich als Grus totgeglaubter Schurkenkollege ''El Macho'' entpuppt, entführt fast sämtliche Minions, um sie mit Hilfe des Serums in aggressive Fressmonster zu verwandeln.
Eine ansehnliche Fortsetzung des Animations-Erfolges mit vielen schönen und skurrilen Momenten. Nach wie vor gehen einem die allseits so beliebten Minions mit ihrem infantilen Gebaren und dem albernen Kauderwelsch gewaltig auf die Nerven. Zum Totlachen sind dagegen die beißwütigen ''Evil Minions'' mit ihren zauseligen Frisuren und ihrem dumpfen ''Körperfresser''-Gebrüll.
Olmo
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SUNSHINE 8/10

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Großbritannien, USA 2007 - Regie: Danny Boyle. Darsteller: Rose Byrne, Cliff Curtis, Chris Evans, Troy Garity, Cillian Murphy, Hiroyuki Sanada, Mark Strong, Benedict Wong, Michelle Yeoh

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Als die Sonne langsam erlischt und die Erde zu einem Eisplaneten gefriert, wird eine achtköpfige Besatzung an Bord des Raumschiffes Icarus II ausgesandt, um das Ende der Menschheit zu verhindern. An Bord befindet sich eine gewaltige Bombe, welche zur Detonation gebracht die Fusion im Innern der Sonne wieder anheizen soll. Kurz vor dem Ziel der planmäßig verlaufenden Mission wird die Mannschaft durch ein Notrufsignal der Icarus I abgelenkt, die Jahre zuvor mit dem gleichen Auftrag ins All gestartet war und aus ungeklärten Gründen verschollen ist. Man hofft, durch die zweite Bombe an Bord der Icarus I und durch die zusätzlichen Vorräte die Chancen auf das Gelingen der Mission zu erhöhen und ändert den Kurs. Doch der Crew unterlaufen fatale Fehler, welche die Vernichtung der wertvollen Sauerstoffvorräte und den Tod mehrerer Mannschaftsmitglieder zur Folge hat. Schließlich gelangt auch noch der totgeglaubte und inzwischen vollkommen wahnsinnig gewordene Kapitän der Icarus I an Bord des Schwesterschiffs, um im ''Auftrage Gottes'' die Detonation der Bombe zu verhindern und die Vernichtung der Menschheit herbeizuführen.
Ein bisschen Nostalgie schadet nie, deshalb mal ein Review des allerersten Forum-Eintrages vom 06.05.2007. Tatsächlich ein großartiger Science-Fiction-Film mit erlesenen Darstellern, grandiosen Bildern und mitreißender Action. Erzählerisch erinnert vieles an die guten alten Klassiker wie ''2001 - Odyssee im Weltraum'' (1968). Es wurde viel Wert darauf gelegt, die psychologische Belastung der Teilnehmer einer solch langen Weltraummission herauszuarbeiten, und in vielen Szenen ist die Beklemmung und die Hilflosigkeit der Protagonisten angesichts der kosmischen Urgewalten erschreckend spürbar.
Olmo
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MAD MAX II - DER VOLLSTRECKER 8/10

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Australien 1981 - Regie: George Miller. Darsteller: Mel Gibson, Bruce Spence, Mike Preston, Max Phibbs, Vernon Wells, Kjell Nilsson, Emil Minty

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Nach dem Zusammenbruch sämtlicher wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturen herrscht ein stetiger Kampf um die verbliebenen Ressourcen an Erdöl und Benzin. Max Rockatansky (Gibson) schlägt sich einsam durch die apokalyptische Ödnis und trifft auf einen findigen Piloten (Spence) und seinen Flugapparat. Dieser führt ihn zu einer schwer umkämpften Festungsanlage, die eine funktionierende Erdöl-Raffinerie schützt und die von den Marodeuren um Humungus (Nilsson) und Vez (Wells) belagert wird. Gegen ausreichend Benzin für sein eigenes Auto will Max den Belagerten zur Flucht aus der Festung und zur Rettung ihrer wertvollen Treibstoffvorräte verhelfen.
Die Fortsetzung des Überraschungserfolgs ''Mad Max'' (1979) wurde zu einem vielfach zitierten, kopierten und parodierten Meilenstein des Science-Fiction-Films. Nach einem düsteren und deprimierenden Prolog entzündet sich ein wahres Feuerwerk eindrucksvoller Action-Szenen und waghalsiger Verfolgungsjagden, der während der Dreharbeiten 40 Autos und ein Tanklaster zum Opfer fielen.
Olmo
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DIE FABELHAFTE WELT DER AMÉLIE 10/10

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Deutschland, Frankreich 2001 - Regie: Jean-Pierre Jeunet. Darsteller: Audrey Tautou, Mathieu Kassovitz, Rufus, Lorella Cravotta, Serge Merlin, Jamel Debbouze, Clotilde Mollet, Claire Maurier, Isabell Nanty, Dominique Pinon, Artus de Penguern, Yolande Moreau, Urbain Cancelier, Maurice Bénichou, Michel Robin, Andrée Damant, Claude Perron, Armell, Ticky Holgado, Kevin Fernandes, Flora Guiet, Amaury Babault, André Dussolier

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Aufgrund eines angeblichen Herzfehlers verbringt Amélie Poulain den Großteil ihrer Kindheit zuhause, wird anstatt zur Schule zu gehen von ihrer Mutter unterrichtet und hat daher praktisch keinen Kontakt zu anderen Kindern. So flüchtet sich Amélie in eine schillernde Phantasiewelt, in der hinter den alltäglichsten Dingen ein faszinierendes Geheimnis verborgen ist. Auch als Erwachsene lebt Amélie scheu und zurückgezogen, hat sich aber ihr kindliches Gemüt erhalten und erfreut sich an den kleinen Dingen des Lebens. Eines Tages beschließt sie, ihren Mitmenschen zum Glück zu verhelfen und bringt mit manchmal kleinen, manchmal großen Taten Licht in deren tristen Alltag. Auf die gleiche Weise straft sie aber auch jene, die sie für gemein und ungerecht hält. Nur ihr eigenes Lebensglück, das mit dem verschrobenen und offenbar seelenverwandten Nino Quincampoix ihre Welt betritt, scheint an ihrem scheuen Wesen zu scheitern.
Mittlerweise schon ein Filmklassiker, den man sich immer wieder gerne anschaut. Wunderschön erzählt, brillant und phantasievoll inszeniert und von den Darstellern ausnahmslos wunderbar gespielt entfaltet sich in Amélies Welt eine Vielzahl bizarrer, unglaublich komischer und unendlich rührender Momente, die einem den Wert der kleinen Dinge im Verborgenen vor Augen führen.
Zuletzt geändert von Olmo am 11.05.2016, 01:59, insgesamt 1-mal geändert.
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MITTERNACHTSZIRKUS 5/10

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USA 2009 - Regie: Paul Weitz. Darsteller: John C. Reilly, Ken Watanabe, Josh Hutcherson, Chris Massoglia, Ray Stevenson, Patrick Fugit, Orlando Jones, Willem Dafoe, Salma Hayek, Michael Cerveris, Jane Krakowski, Frankie Faison, Patrick Breen, Colleen Camp, Don McManus, Jessica Carlson, Kristen Schaal

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Die Teenager Darren (Massoglia) und Steve (Hutcherson) besuchen heimlich den ''Mitternachtszirkus'', wo sich seltsame Gestalten wie der Schlangenjunge Evra (Fugit), die bärtige Madame Truska (Hayek) und der Vampir Crepsley (Reilly) zur Schau stellen. Darren stiehlt Crepsleys hochgiftige Spinne, von der Steve kurz darauf gebissen wird. Für die Rettung seines Freundes verlangt Crepsley von Darren als Gegenleistung, sich in einen Halbvampir verwandeln zu lassen und ihm fortan zu assistieren. Der zwielichtige Mister Tiny (Cerveris) betrachtet Darren und Steve als Teil einer Prophezeiung, bei der zwei Jugendliche die Entscheidung in einem bevorstehenden Krieg zweier verfeindeter Vampirgruppen herbeiführen werden.
Phantasievoll inszeniert und mit sympathischen Darstellern ausgestattet setzt sich die Verfilmumg der zwölfbändigen Romanreihe von Darren O’Shaughnessy in humorvoller Weise über die gängigen Vampir-Klischees hinweg. Dennoch geriet der Film zu einem finanziellen Desaster, weil das breite Publikum die kitschigen und rührseligen Monsterdramen im Stile von ''Twilight'' oder ''Underworld'' bevorzugte. Genau hier liegt aber nun das Problem von ''Mitternachtszirkus'', der auf mehrere spektakuläre Fortsetzungen ausgerichtet war, die es aber wohl nie geben wird. So endet der Film abrupt mit einem riesigen unerzählten Cliffhanger und wird dadurch letztendlich zum Rohrkrepierer.
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ELEGY ODER DIE KUNST ZU LIEBEN 7/10

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USA 2008 - Regie: Isabel Coixet. Darsteller: Penélope Cruz, Ben Kingsley, Peter Sarsgaard, Patricia Clarkson, Deborah Harry, Dennis Hopper

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Der alternde Literaturprofessor David Kepesh (Kingsley) ist mit den meisten Beziehungen in seinem Leben gescheitert. Seine Ehefrau hat er verlassen, zum gemeinsamen Sohn Kenneth (Sarsgaard) pflegt er ein eher eisiges Verhältnis und seine derzeitige Freundin Carolyn (Clarkson) stellt für ihn nichts weiter als eine oberflächliche Teilzeitaffäre dar. Die sinnliche Schönheit seiner Studentin Consuela (Cruz) fasziniert ihn dagegen derart, dass er sich zum ersten Mal im Leben verliebt. Gegen den Rat von Davids bestem Freund George (Hopper), der die Beziehung aufgrund des großen Altersunterschieds zum Scheitern verurteilt sieht, streben David und Consuela eine dauerhafte Bindung an. Aus Eifersucht, Angst und Unsicherheit heraus nimmt David schließlich wieder seine gewohnte Distanz ein und lässt die Beziehung scheitern. Verwinden kann er den Verlust seines Liebesglücks jedoch nicht.
Die Geschichte ähnelt zu Anfang auffällig den Beziehungswirren jener zahlreichen Woody-Allen-Filme, in denen ältere Herren endlos ihre Probleme mit dem weiblichen Geschlecht breittreten. Das Ganze entwickelt sich dann aber doch zu einem sensiblen und gefühlvollen Drama ohne sentimentalen Kitsch.
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DAS DING AUS DEM SUMPF 4/10

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USA 1982 - Regie: Wes Craven. Darsteller: Louis Jourdan, Adrienne Barbeau, Ray Wise, David Hess, Nicholas Worth, Don Knight, Al Ruban, Dick Durock

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Im Auftrag der Regierung besucht Alice Cable (Barbeau) eine abgeschiedene Forschungsstation in den Sümpfen Georgias. Der Wissenschaftler Alec Holland (Wise) entwickelt dort ein Präparat aus tierischer und pflanzlicher Materie, das die Widerstandsfähigkeit von Pflanzen unter extremen Bedingungen verbessern und so das Ernährungsproblem in der Dritten Welt lösen soll. Der Millionär Anton Arcane (Jourdan) ist ebenfalls an Alecs Formel interessiert, allerdings aus weniger idealistischen Gründen. Beim Überfall von Arcanes Schergen wird die Forschungsstation zerstört und Alec mit der Substanz kontaminiert. Er verwandelt sich in ein grünes, pflanzenartiges Monster, das fortan zusammen mit der ebenfalls entkommenen Alice Jagd auf die Mörder macht und Arcane von der Durchsetzung seiner Pläne abhalten will.
Auch wenn Wes Cravens Erfolgswerk in weiten Teilen stümperhaft inszeniert ist und die meisten Darsteller lächerlich laienhaft agieren, versprüht der Film doch einen gewissen naiven Charme. Natürlich ist die ganze Story von Anfang bis Ende ein einziger Blödsinn, und die Monsterkostüme aus zusammengenähten und angemalten Anglerhosen und Regenmänteln gehören wohl zu den schlechtesten Filmkostümen aller Zeiten. Und dennoch wurde der Film 1983 als bester Horrorfilm nominiert und zog 1989 eine Fortsetzung mit Heather Locklear nach sich.
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FACK JU GÖHTE 2 5/10

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Deutschland 2015 - Regie: Bora Dagtekin. Darsteller: Elyas M'Barek, Jella Haase, Karoline Herfurth, Katja Riemann, Volker Bruch, Max von der Groeben, Aram Arami, Anna Lena Klenke, Lucas Reiber, Gizem Emre, Johannes Nussbaum, Runa Greiner, Zsá Zsá Inci Bürkle, Alwara Höfels, Uschi Glas, Bernd Stegemann, Farid Bang, Jana Pallaske, Michael Maertens, Enissa Amani

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Obwohl der Ex-Knacki Zeki Müller (M'Barek) als Lehrer an der Goethe-Gesamtschule inzwischen von allen Seiten höchste Wertschätzung genießt, sieht er selbst in seinem Job keine dauerhafte Berufung. Als allerdings seine erst kürzlich aufgefundene Beute an Diamanten aus Versehen in einem Spendencontainer mit Plüschtieren landet und nach Thailand verschifft wird, muss er wohl oder übel an einer Klassenfahrt nach Südostasien teilnehmen. Auf der Suche nach den Edelsteinen muss sich Zeki nicht nur mit seinen dämlichen Schülern um Chantal (Haase) und Danger (von der Groeben) herumschlagen, sondern auch mit den Schleimbeuteln des konkurrierenden Schiller-Gymnasiums und einer Gruppe verwahrloster Tsunami-Waisen.
Ein erfreuliches Wiedersehen mit den durchweg sympathischen Figuren um Zeki, Chantal, Danger, Frau Schnabelstedt und Direktorin Gerster, die in der Fortsetzung noch absonderlichere Charakterzüge angenommen haben. Völlig idiotisch und maßlos konstruiert ist dagegen die Rahmenhandlung, die sich als Aneinanderreihung abfälliger Klischees und sinnloser Wendungen offenbart.
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